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Presseartikel

 
Samstag, 05. Jan 2019

Die Sternsinger ziehen auch dieses Jahr mit viel Freude um die Häuser

Dreikönig Mit viel Freude sind die Sternsinger in diesen Tagen auch in Ruggell unterwegs. Sie verkünden mit Liedern und Texten die frohe Botschaft der Geburt Christi und sammeln dabei Geld für Projekte in Papau-Neuguinea, Sri Lanka und den Kosovo.
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«Wir kommen daher aus dem Morgenland …», stimmen die Sternsinger ihr Lied jeweils an, wenn sie von Haus zu Haus gehen und den Bewohnern ein fröhliches Jahr wünschen. Den zwei Buben und zwei Mädchen schien die Kälte nichts auszumachen. Gut gelaunt erzählten und lachten sie unterwegs und schienen Spass zu haben. Leider waren nicht alle zu Hause, stellten aber häufig Süssigkeiten, Geld und nicht zuletzt eine Leiter bereit, damit die drei Könige den Segen mit Kreide an die Haustür schreiben können. Umso grösser war die Freude aber, wenn die Tür geöffnet wurde. Ihre positive Energie schien auch einige Bewohner anzustecken, so zauberten sie auf deren Gesichter stets ein Lächeln und wurden gelobt. Familien erwarteten die drei Könige bereits sehnsüchtig – auch auf der Stras­se sangen sie von Frohsinn, Friede und Einigkeit für ein paar neugierige Kinder mit ihren Müttern. «Ich bin schon seit zehn Jahren dabei. Für mich ist das jeweils die gute Tat für einen guten Start ins neue Jahr», so Nathalie Egger, Begleitperson einer Sternsingergruppe.
Insgesamt sind 15 5.Klässler der Primarschule mit jungen Begleitpersonen unterwegs und besuchen rund 1050 Haushalte. Organisatorin Irmgard Kind berichtete von den Anfängen der Ruggeller Sternsinger. Vor rund 23 Jahren entwickelten die damaligen Pfarreiräte Pläne, um die Kostüme der drei Könige zu designen und jeweils unterschiedlich zu gestalten. Dazu erhielten sie Unterstützung von verschiedenen Schneiderinnen im Land. Eine ganze Woche lang wurde gemeinsam genäht, bis die Kleider, welche aus Trachtenstoffen hergestellt wurden, fertig waren. Finanzielle Unterstützung erhielten sie dabei von der Gemeinde Ruggell sowie dem Trachtenverein. Währenddessen übten die Lehrer mit den Schülern die Lieder und Texte ein. Die Jungs stellten damals im Werken eine Holztruhe her, die heute liebevoll von allen die Schatztruhe der hl. Drei Könige genannt wird. Anschlies­send verzierten die Mädchen die Truhe mit Kupfer. Erst in diesem Jahr verzierten die Primarschüler die 23-jährige Truhe wieder neu. Die Pfarrei, der FC-Ruggell und auch einige Einzelpersonen stellen jeweils die Verpflegung für die Sterndeuter zur Verfügung. «Es ist schön, wenn alle zusammenhalten und mitmachen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt geworden, bei dem Jung und Alt mitwirken und alle ihren eigenen Beitrag liefern, damit das Sternsingen jedes Jahr funktioniert», so Kind.
Der Erlös wird in diesem Jahr ein Projekt von Sr. Lorena Jenal in Papau-NeuGuinea unterstützen, welche Preisträgerin des Weimarer Menschenrechtspreises ist, ein weiteres in Sri Lanka von Heinz und Luisa Mühlegg sowie ein Projekt im Kosovo für die Organisation HAREJA.

Schwerpunkt Die drei Weisen aus dem Morgenland