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Presseartikel

 
Donnerstag, 06. Aug 2020

Neuer Ruggeller Pfarrer hat Amt angetreten

Glaube Am ersten August-wochenende trat Pfarrer Marius Simiganovschi seine Stelle in Ruggell an, wie die Gemeinde mitteilte. Sein Vorgänger steht voraussichtlich am 25. August vor Gericht.
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Der Leitspruch des neuen Ruggeller Pfarrers sei ein Zitat vom heiligen Paulus: «Wir wollen ja nicht Herren über euren Glauben sein, sondern wir sind Helfer zu eurer Freude», schreibt die Gemeinde Ruggell in der Mitteilung. Vorsteherin Maria Kaiser-Eberle begrüsste Pfarrer Marius Simiganovschi demnach am 2. August herzlich in der Gemeinde Ruggell. Pfarrer Simiganovschi erklärte gemäss Mitteilung, er wolle ein «Gehilfe für die Glaubenden und Suchenden, für die Zweifelnden und Kritiker» sein: «Mit Ihnen, der Gemeindevorstehung und dem Gemeinderat, dem Pfarreirat, mit den Mesmern, dem Organisten und den Chören, den Ministranten, den Lektoren, dem FaGo-Team, den Trachtenfrauen und ich hoffe, noch mit vielen anderen, die ich noch kennenlernen werde», wird der neue Pfarrer in der Mitteilung zitiert. Im Dienst an alle sehe er seine Aufgabe darin, die Freude des Evangeliums zu verkünden, diese Freude weiterzugeben und auszustrahlen.
«Die Gemeinde verschenkte symbolisch Heilkräuter wie Salbei und Rosmarin an alle, die am Gottesdienst teilgenommen haben. Sie sollen ein Zeichen sein, denn wie die Kräuter soll auch die Gemeinschaft wachsen und gedeihen. Wie die Kräuter soll die Gemeinschaft aber auch helfen, Schmerzen zu lindern und Leid zu tragen, wenn es nötig ist», heisst es in der Mitteilung der Gemeinde weiter.

Jäger bald vor Gericht

Linderung, die die Ruggeller Kirchengemeinschaft wohl gut gebrauchen kann. Zuletzt hatte Simiganovschis Vorgänger, Ex-Pfarrer Thomas Jäger, für grosse Bestürzung gesorgt.
Seit Ende Oktober 2019 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Jäger. Sie hatte aufgrund eines Berichtes der Landespolizei am 28.10.2019 beim Fürstlichen Landgericht Vorerhebungen wegen des Verdachtes des Verbrechens des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und des Vergehens der pornografischen Darstellungen Minderjähriger beantragt. Diese Ermittlungsrichtung wurde jedoch eingestellt, stattdessen erhärtete sich der Verdacht der Kinderpornografie.
Ursprünglich hätte sich Jäger am 7. April wegen des Verdachtes des Vergehens der pornografischen Darstellungen Minderjähriger vor Gericht verantworten müssen. Wegen der Coronapandemie wurde die Verhandlung jedoch vertagt und ist nun auf den 25. August angesetzt. (red/pd)